Sicherheit & Risiken

Als Genossenschaft legen wir großen Wert darauf, unsere Mitglieder transparent sowohl über die Chancen als auch über die Risiken einer Beteiligung an der Consilium Erneuerbare Energien eG zu informieren. Unser Ziel ist es, Investitionsentscheidungen auf einer nachvollziehbaren und ausgewogenen Grundlage zu ermöglichen.

Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit achten wir auf eine sorgfältige Auswahl der Investitionen sowie auf angemessene Maßnahmen zur Begrenzung erkannter Risiken. Für bestimmte versicherbare Risiken, wie beispielsweise Diebstahl, Vandalismus sowie Hagel- und Sturmschäden, besteht für die Anlagen in der Regel ein umfassender Versicherungsschutz in Form einer Allgefahrenversicherung. Je nach Versicherungsumfang können auch Ertragsausfälle infolge versicherter Betriebsunterbrechungen sowie Haftungsrisiken gegenüber Dritten abgesichert sein.

Darüber hinaus berücksichtigen wir bei wirtschaftlichen Planungen angemessene Sicherheitsabschläge und Annahmen. Dennoch beruhen sämtliche Prognosen auf Erwartungen und Einschätzungen, die von der tatsächlichen Entwicklung abweichen können. Nicht alle Risiken sind vorhersehbar, versicherbar oder wirtschaftlich vollständig beherrschbar. Deshalb kann weder der wirtschaftliche Erfolg der Genossenschaft noch die künftige Entwicklung von Ausschüttungen oder die Werthaltigkeit des eingesetzten Kapitals zugesichert werden. Eine Beteiligung an der Genossenschaft ist daher mit den für unternehmerische Beteiligungen typischen Chancen und Risiken verbunden.

Sicherheitsfaktoren auf einen Blick

  • Für eingetragene Genossenschaften gelten umfangreiche gesetzliche Vorgaben. Darüber hinaus unterliegt die Genossenschaft den regelmäßigen Prüfungen durch den Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband.
  • Die wirtschaftlichen Planungen berücksichtigen die jeweils geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen, insbesondere die Regelungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Künftige gesetzliche oder regulatorische Änderungen können jedoch nicht ausgeschlossen werden.
  • Bei der Umsetzung von Projekten arbeitet die Genossenschaft mit erfahrenen Partnern und Dienstleistern zusammen. Eine erfolgreiche Projektentwicklung oder ein bestimmter wirtschaftlicher Erfolg kann hieraus jedoch nicht abgeleitet werden.
  • Vor Investitionsentscheidungen werden die Projekte unter Einbeziehung externer Partner hinsichtlich rechtlicher, wirtschaftlicher und technischer Aspekte geprüft. Trotz sorgfältiger Prüfung können Fehleinschätzungen oder nicht erkennbare Risiken nicht vollständig ausgeschlossen werden.
  • Die technische Betriebsführung der Anlagen wird durch qualifizierte Dienstleister begleitet und überwacht. Die Durchsetzung von vertraglichen Ansprüchen, Garantien oder Gewährleistungsrechten kann jedoch im Einzelfall mit wirtschaftlichen oder rechtlichen Risiken verbunden sein.
  • Die Investition in mehrere Projekte an unterschiedlichen Standorten kann zur Risikostreuung beitragen. Eine Risikostreuung führt jedoch nicht dazu, dass Verluste oder wirtschaftliche Nachteile ausgeschlossen werden können.
  • Für die Mitglieder besteht entsprechend der Satzung keine Nachschusspflicht. Eine Verpflichtung zur Leistung zusätzlicher Einzahlungen über die gezeichneten Geschäftsanteile hinaus besteht daher nicht.
  • Für Verbindlichkeiten der Genossenschaft haftet grundsätzlich ausschließlich das Vermögen der Genossenschaft. Unabhängig davon bleiben die mit einer unternehmerischen Beteiligung verbundenen Risiken, einschließlich eines möglichen teilweisen oder vollständigen Verlustes des eingesetzten Kapitals, bestehen.

 

Trotz größter Sorgfalt, umfassendem Versicherungsschutz und dem bewussten Verzicht auf Finanzierungsformen wie Nachrangdarlehen oder Genussrechte ist eine Beteiligung an einer Genossenschaft stets mit unternehmerischen Risiken verbunden. Wirtschaftliche Unternehmen sind naturgemäß verschiedenen internen und externen Einflussfaktoren ausgesetzt, die nicht vollständig vorhersehbar oder beherrschbar sind. Hierzu zählen insbesondere Veränderungen der gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen, Marktentwicklungen im Energiesektor, technische Ausfälle, Mindererträge aufgrund geringerer Sonneneinstrahlung, steigende Betriebs- und Finanzierungskosten, die Insolvenz von Vertragspartnern sowie Entwicklungen an den Strommärkten, beispielsweise eine zunehmende Anzahl von Stunden mit negativen Strompreisen. Auch außergewöhnliche Ereignisse oder gesamtwirtschaftliche Entwicklungen können sich nachteilig auf die Ertragslage der Genossenschaft auswirken. Sollten sich solche Risiken stärker verwirklichen als in den Planungen, Sicherheitsabschlägen und Prognosen angenommen, kann dies die wirtschaftliche Entwicklung der Genossenschaft beeinträchtigen. Dies kann dazu führen, dass Ausschüttungen an die Mitglieder geringer ausfallen oder vollständig entfallen. Darüber hinaus kann sich die Rückzahlung des Geschäftsguthabens verzögern oder unterhalb der ursprünglich eingezahlten Beteiligungssumme liegen.

Eine Beteiligung an der Genossenschaft eignet sich daher nur für Personen, die bereit sind, die mit einer unternehmerischen Beteiligung verbundenen Risiken zu tragen. Trotz eines sorgfältigen Risikomanagements und konservativer Planungsansätze kann das Risiko eines teilweisen oder vollständigen Verlusts des eingesetzten Kapitals nicht ausgeschlossen werden.

Risiken auf einen Blick

  • Durch einen verspäteten Netzanschluss von Photovoltaikanlagen kann ein Verzugsschaden eintreten.
  • Die effektive Nutzungsdauer der Anlagen ist deutlich geringer, als die üblichen Prognosen es vorgesehen haben.
  • Nicht nachweisbare Qualitätsmängel der Anlage können zu erheblichen Ausfallzeiten oder zu einer niedrigeren Stromproduktion führen.
  • Die angesetzten Kosten für Reparaturen, Wartungen und Versicherungen können im Laufe der Jahre durch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung von den kalkulierten Ansätzen abweichen.
  • Es besteht das Risiko, dass neben den bekannten Kosten weitere unplanmäßige Kosten entstehen.
  • Nicht versicherte bzw. nicht versicherbare Schäden an den Anlagen sind nicht absehbar.
  • Der größte Teil der Investitionen in geeignete Anlagen kann durch Projektfinanzierungen getätigt werden. Für den Fall, dass es nicht möglich ist, die Zinsen über die gesamte Darlehenslaufzeit festzuschreiben besteht das Risiko von Zinserhöhungen.
  • Banken können bestehende Kreditlinien kündigen, reduzieren oder zusätzliche Sicherheiten verlangen. Dies kann die Liquidität der Genossenschaft belasten und die Finanzierung geplanter Investitionen erschweren.
  • Eine stark ansteigende Inflation kann das erwartete Anlageergebnis verfälschen.
  • Einzelne Vertragspartner können während der Laufzeit aus dem Markt ausscheiden, so dass dadurch höhere Kosten entstehen.
  • Änderungen gesetzlicher, steuerlicher oder regulatorischer Rahmenbedingungen können die Wirtschaftlichkeit bestehender oder zukünftiger Investitionen negativ beeinflussen.
  • Der Ausbau erneuerbarer Energien, zunehmende Zeiten negativer Strompreise sowie Veränderungen der Vergütungs- und Vermarktungsmodelle können zu niedrigeren Erlösen führen als ursprünglich erwartet.
  • Prognosen zur Stromproduktion, zu Strompreisen und zur wirtschaftlichen Entwicklung basieren auf Annahmen, die sich im Nachhinein als unzutreffend erweisen können.
  • Im Extremfall können mehrere Risikofaktoren gleichzeitig eintreten und erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft haben. Dies kann zu einer Reduzierung oder zum vollständigen Ausfall von Ausschüttungen sowie zu Verlusten des eingesetzten Kapitals führen.